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ViWa in der Wüste |
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Bilder: "Durchblick im VirrWarr"- Sichtbarmachung und tatsächlicher Verbrauch -Betrachtet man lediglich den Wasserverbrauch verschiedener Produkte, würde es keinen Unterschied machen, ob man einen Hamburger oder einen riesigen, mit 2400 Litern Wasser gefüllten Behälter verbraucht. Dieses Verhältnis haben wir versucht, für unterschiedliche Produkte maßstabsgerecht in Form von Bildern gegenüberzustellen. (Bilder unter "Links" nach der Beispielrechnung) Beispielrechnung zu Kaffee und Steak: Eine Tasse Kaffee hat 125 ml, entsprechend einem virtuellen Wasserverbrauch von 140 l. Da jeder Deutsche ca. 45 Tassen Kaffe im Monat trinkt, verbraucht er dafür 6.300 l virtuelles Wasser. Beim Steak liegt der virtuelle Wasserverbrauch bei 16.000 l/kg. Der Durchschnittsdeutsche isst aber nur 0,99 kg Steaks pro Monat, hat also für Steaks demnach nur einen Verbrauch von 15.867 l von virtuellem Wasser im gleichen Zeitraum und liegt damit entgegen aller Erwartungen unter der um den realen Konsum bereinigten Bilanz von Kaffee. Aus dieser Perspektive fällt auf, dass der Verbrauch an virtuellem Wasser bei einzelnen Produkten sich im Vergleich ganz anders darstellt als viele Übersichten vermuten lassen. Link: VirrWarr bei den Simpsons Link: Perspektiven im VirrWarr
- Einsparungsmöglichkeiten -Zwar wird durch das Sichtbarmachen des Wasserverbrauchs die Notwendigkeit einer Veränderung deutlich, trotzdem bleibt die Frage nach konkreten Handlungsmöglichkeiten offen. Dieser massiven Ressourcenverschwendung kann jeder Haushalt mit einem Aufkleber am Briefkasten „Bitte keine Werbung einwerfen“ schnell und wirkungsvoll entgegenwirken.
Allerdings können unterschiedliche Produktkategorien nicht miteinander verglichen werden. Wenn man zum Beispiel Tomaten mit Steaks vergleichen würde, so würde jedes Steak einen roten Aufkleber erhalten und jede Tomate einen grünen, selbst wenn bei der Tomatenherstellung verschwenderisch mit Wasser umgegangen wurde. Die Klassifikation müsste folglich auf jedes Produkt individuell zugeschnitten werden, so dass der Kunde zum vergleichsweise wasserschonender hergestellten Produkt greifen kann. Problematisch könnte in der Praxis sein, dass eine weitere Information die Verbraucher zusätzlich irritieren könnte und die Kontrolle der Unternehmen sehr aufwendig wäre. wahrscheinlich wäre es aber einfacher, mit Hilfe der Betonung regionaler Märkte den Wasserverbrauch stärker an die Orte des Wasserkonsums zu koppeln, um so die Folgen unmittelbar sichtbar machen zu können und Trockenräume vom virtuellen Wasserexport zu entlasten. Zumindest im Bereich der Lebensmittelversorgung wäre dies nicht nur aus Sicht des virtuellen Wasserverbrauchs, sondern auch aus gesamtökologischer Sicht ein nachhaltigeres Wirtschaften und Handeln. |