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ViWa in der Wüste |
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"Was ist virtuelles Wasser?"- Wassersparen und Wasserverschwenden in Deutschland -„17 Liter Wasser in einer Tomate? 2400 Liter in einem Hamburger? Das meint ihr doch nicht ernst! Wie soll das denn funktionieren?“ So oder so ähnlich klangen die meisten Reaktionen auf Osnabrücks Straßen, als wir Menschen aller Altersklassen mit den verblüffenden Zahlen rund um das Thema virtuelles Wasser konfrontierten. Wassersparen ist ein wichtiges Thema in Deutschland. So lernt fast jedes Kind beim Zähneputzen den Wasserhahn auszustellen, da man sonst viele Liter an kostbarem und in der längerfristigen Summe auch teuerem Trinkwasser verschwendet. In den letzten Jahren hat sich der pro-Kopf-Verbrauch von Leitungswasser in Deutschland gegen den globalen Trend sogar derart reduziert, dass es wegen zu geringem Durchfluss zu Problemen in den Abwasserrohren kommt. Allerdings wird bei dieser Betrachtung nur der sichtbare Wasserverbrauch einbezogen, jedoch nicht die Wassermenge, die zur Herstellung von Verbrauchsgütern benötigt wird. Diese Wassermenge wird als „virtuelles Wasser“ bezeichnet, da sie dem Konsumenten nicht direkt bewusst ist. Schließlich kann man sie dem jeweiligen Produkt nicht ansehen, da der Verbrauch bereits an anderen Orten der Welt erfolgt ist. So werden etwa 200 Liter virtuelles Wasser verbraucht, um ein Glas Milch zu produzieren. Diese hohe Zahl kommt dadurch zustande, dass die Kuh selbst Wasser trinken und Nahrung verzehren muss, für deren Anbau Wasser benötigt wird. Zudem wird bei der Verarbeitung der Milch auch Wasser verbraucht. Gerade in Bezug auf virtuelles Wasser zählt Deutschland zu den größten Wasserimporteuren der Welt, und jeder einzelne Bewohner trägt hierzu bei. Obwohl wir in Deutschland aus klimatischer Sicht relativ viel Wasser zur Verfügung hätten, werden viele wasserintensive Produkte, vor allem aus landwirtschaftlicher Erzeugung, aus wasserarmen Regionen wie zum Beispiel Südeuropa importiert.
Der Wasserfußabdruck (Waterfootprint) in Kubikmeter pro Kopf und Jahr.(Quelle: http://www.waterfootprint.org) |